Tel: 0511 510 6241
info@johann-ahrends.de

„So ein Tag!“ – aus Alfeld

Zufallsbekanntschaften in Norddeutschland

Holger und Susanne ChlebuschSie sind beide gerade 50 Jahre alt geworden und haben gleichzeitig ihre Silberne Hochzeit gefeiert – Holger und Susanne Chlebusch stehen mitten im Leben und an diesem Tag zufällig vor der Kamera des NDR in der Fußgängerzone von Alfeld. Moderator Sven Tietzer fragt die beiden, ob sie sich einen Tag vom „So ein Tag!“-Team begleiten lassen würden. Spontan willigen sie ein und führen den Moderator zunächst ins italienische Restaurant im historischen Rathaus. Auf dem Weg dorthin erzählen sie von ihren auffälligen Gemeinsamkeiten. Beide sind Widder, beide sind gleich alt, beide spielen Golf und zusammen haben sie ihr Abitur gemacht. Jetzt arbeiten sie als Architektin und Statiker Hand in Hand – und produzieren Industriehallen und Gewerbeobjekte in ganz Deutschland.

Lukas Chlebusch mit seinen ElternBei einem Salat erzählt das Ehepaar von ihren beiden Kindern: Lukas ist 24 und macht gerade sein Master in Betriebswirtschaft in Hannover – seine Schwester Carina (23) hat ebenfalls BWL studiert – als duales Studium bei der Norddeutschen Landesbank, bei der sie jetzt auch arbeitet. Lukas wohnt noch zu Hause – Carina lebt zusammen mit ihrem Freund Tristan in Alfeld. „Als der Tristan ins Haus kam, da wusste ich, jetzt wird es ernst“, lacht Holger Chlebusch. Die Geschwister Lukas und Carina verstehen sich gut – fahren sogar manchmal zusammen in Urlaub.

Die ChlebuschsNach dem Mittagessen geht es ins Büro. Das befindet sich im Obergeschoss der Volksbank – in der ehemaligen Vorstandsetage. Ein Hauch von Nostalgie weht hier durch das Treppenhaus, denn seit etwa 40 Jahren wurde hier nichts Grundlegendes verändert. „Es ist ein wenig Retro“, sagte Susanne Chelbusch mit dem Blick auf den giftgrünen Teppichboden. Aber sie haben sich längst daran gewöhnt. Hier arbeiten die beiden zusammen mit ihren beiden Angestellten Gerd Dörries und Gudrun Kramer. Hier entstehen pro Jahr etwa 35 bis 65 Industriehallen und Gewerbeobjekte am Computer. Und das seit mehr als 20 Jahren.

Holger und Sven im AutoEs wird Zeit – das Ehepaar will Sohn Lukas abholen. Der wartet in einer Auto-Werkstatt im 20 Kilometer entfernten Elze. In Hannover ist ihm einer hinten drauf gefahren – jetzt muss das Auto repariert werden. Die Werkstatt von Firmeninhaber Joachim Rathmer haben Holger und Susanne Chlebusch ebenfalls gebaut. „Und bei unseren Kunden kaufen wir auch grundsätzlich ein“, sagt Holger Chlebusch. Das gehöre sich so. Ohnehin ist der Statiker ein sehr verlässlicher Mensch. Schon sehr früh hat er sein Leben so geplant, wie es jetzt geworden ist. Er wollte früh heiraten und Kinder haben, um vielleicht auch noch in den Genuss einiger Enkel zu kommen.

Im AutohausLukas Chlebusch hat im Autohaus noch einen Studienkollegen getroffen und sich mit ihm die Zeit verkürzt. Zusammen fährt er nun mit seinen Eltern nach Hause. Das Gebäude steht an einem Hang und ist nur über eine steile Zufahrt zu erreichen. Von Wohnzimmer aus hat man einen grandiosen Blick über Alfeld und das Leinebergland. Das Haus hat Susanne Chlebusch entworfen, denn die Zuständigkeiten sind klar verteilt. „Mein Mann hat keine kreative Ader“, lacht sie. Dafür sei er aber ein „Weltmeister im Rechnen!“ Im Keller des Hauses hat die Familie sich einen Wellness-Bereich eingerichtet – mit Sportgeräten, Sauna und einem 30-Grad-warmen Schwimmbad. „Dafür fahren wir dann nicht so oft in Urlaub“, sagt Susanne Chlebusch.

Baustelle Meyer-SealsWir begleiten Holger Chlebusch auf die Baustelle. Die Firma Meyer-Seals ist einer der weltweit führenden Hersteller von Dichtungseinlagen für Verschlüsse – beispielsweise für Kronkorken auf Bierflaschen oder für Nutella-Deckel. Seit September letzten Jahres wird die Produktionsfläche in Alfeld erweitert. Holger Chlebusch muss dort noch einige Termine abklären. 2 500 Quadratmeter groß ist die neue Halle – in zwei Monaten soll
alles fertig sein. Da muss jetzt alles klappen.

AbschlagAm Ende des Tages geht die Familie zusammen auf den Golfplatz in Rheden. Auf dieser 18-Loch-Anlage verbringen sie viele Stunden ihrer Freizeit. Holger Chlebusch träumt davon, sein Handicap noch etwas zu verbessern. Ansonsten habe er keine großen Wünsche. „So soll es sein, so kann es bleiben“, zitiert er ein Lied des Pop-Duos „Ich & Ich“. Er sei rundum glücklich – und das habe nicht nur damit zu tun, dass er sich finanziell keine Sorgen machen brauche: „Zufrieden ist man dann, wenn man damit einverstanden ist, was man hat!“

Wiederholung: 08. August 2013 um 13.05 Uhr, NDR-Fernsehen

1. monika schrieb am 07.08.2013

reichlich übertrieben

2. bachler schrieb am 07.08.2013

Hallo ,wiedermal konnte man zuschauen wie andere den Tag verleben und wie dekadent Deutschland geworden ist...ich sehe die Serie immer wieder gerne,besonders mit Sven Tietzer,aber diesmal hat er ja wohl voll daneben gegriffen ,also die kleinen Normalos sind mir lieber....wer 20 minuten Mittagspause hat , dann kurz ins Büro schaut aber 4 Sunden golfen kann ... seinen Kindern versichert ,das sei das normale Leben ,danke
der Poller in der Einfahrt des Anwesens sagt ja wohl alles,und der letzte Satz oben im Beitrag st der Hohn in meinen Augen

3. Christa Astrid schrieb am 08.08.2013

Reichlich übertrieben? Das liegt wohl immer noch im Auge des Betrachters.
Ich denke nicht, dass man sich nach einem so kurzen Bericht überhaupt tiefergehende Urteile erlauben kann.
Als würden 30 Minuten repräsentativ für das ganze Leben stehen und man daraus ableiten können welche Idiale Kindern vorgelebt werden.
Mal im Ernst, Bachler, und dann auch noch die Dekadenz auf Deutschland projizieren? Ziemliche Lachnummer.

Wie heißt es so schön? Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid gibt's geschenkt.

4. Nadine schrieb am 08.08.2013

Zu Glauben, dass man in der Selbstständigkeit durch Vier Stunden Golfen und mal eben im Büro vorbeischauen 65 Hallen im Jahr produziert bekommt ist leider echt lächerlich. Echt schade so eine Missgunst. Toller Erfolg der Familie!

5. Kristina schrieb am 08.08.2013

Eine Dreißig-Stunden-Woche reicht wohl nicht für die Führung eines so erfolgreichen Unternehmens! Schöner Erfolg! Schöner Film! Kein Neid. Weitermachen! :-)

6. Johanna schrieb am 12.08.2013

Eigentlich kann man nur den Hut ziehen vor dem was sich diese Familie mit eigenen Händen und viel Fleiß geschaffen hat! Neid ist da völlig unangebracht!!!

7. Susanne Chlebusch schrieb am 15.08.2013

Hallo Sven Tietzer!

Danke nochmal für den schönen Nachmittag - es hat uns mit Ihnen und Ihrem Team wirklich großen Spaß gemacht. Die Resonanz war riesengroß und durchweg positiv.
Es gab nur wenige negative Kommentare, aber auch eine schlechte Kritik ist eine gute Kritik!

Machen Sie weiter so, denn Ihre Sendungen sind immer sehr spannend anzuschauen.

Liebe Grüße aus Alfeld senden

Susanne und Holger Chlebusch